TraumatherapeutIn Tübingen 18/19
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Start am 12.Juli 2018 

In vielen Arbeitsbereichen des pädagogischen, medizinischen und therapeutischen Bereichs treffen wir auf traumatisierte Menschen. Damit die Begegnungen mit ihnen respektvoll und ressourcenorientiert ablaufen können, ist es wichtig, über spezifische Kenntnisse der Traumatherapie zu verfügen und darüber hinaus entsprechende Methoden zu kennen, mit denen wir auf die Betroffenen professionell und wertschätzend eingehen können.

Die Ausbildung umfasst unterschiedliche Modelle, die in der traumatherapeutischen Behandlung und Therapie wirksam sind.

Sie richtet sich an TherapeutenInnen und Fachkräfte folgender Berufsgruppen: PädagogenInnen, ÄrzteInnen, Physio- und ErgotherapeutenInnen, medizinisches Fachpersonal, ErzieherInnen, LehrerInnen, HeilpraktikerInnen und PsychotherapeutenInnen,…, und an alle, die mit Menschen arbeiten, die unter den Folgen von chronischen Verletzungen, psychischen und physischen Traumatisierungen leiden.

Die Weiterbildung gliedert sich in 6 Module mit folgenden Inhalten:

  • Einführung in Beratung, therapeutische Gesprächsführung, Anamneseerhebung, Fragemodelle/techniken, Verwendung von kreativen Medien aus der Gestalttherapie;
  • Was ist ein Trauma? Erklärung und Auseinandersetzung mit dem Begriff „Trauma“ unter neurobiologischen Gesichtspunkten;
  • Psychische und psychosomatische Erkrankungen nach dem ICD 10;
  • Neueste Kenntnisse der Bindungsforschung
  • Erlernen von unterschiedlichen Formen der Entspannung: Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Achtsamkeitsübungen, chines. Heilgymnastik, Feldenkrais;
  • Übungen aus der Körpertherapie: Atemtechniken, energetische Balancetechniken, Körperausdruck/bewegungen; Schulen der Körperwahrnehmung;
  • Traumatherapeutische Methoden zur Stabilisation, Ressourcenarbeit, Distanzierungsmethoden, Erlernen und Vermitteln von Selbstkontrolle und Entwicklung von Alternativen zur inneren und äußeren Sicherheit, zur Deeskalation und Affektregulation;
  • Techniken zur Krisenintervention;
  • Spezifische Methoden aus NLP, Gestalttherapie wie Bildschirm/Fernsehtechnik, Sicherer Ort, Imagination, Phantasiereisen, Time Line, Stuhlarbeit mit inneren Anteilen;
  • EMDR (Eye Movement Desensitization Reprocessing) zur Stabilisation (langsames bilaterales Stimulieren) und Konfrontation (Prozessieren); EMI (Eye Movement Integration)
  • Regelmäßige Fallbesprechung und Selbsterfahrung;
  • Einladung von mehreren Gastdozenten, die im traumatherapeutischen Bereich tätig sind;

Die Ausbildung hat das Ziel, die TN zu befähigen, bei Menschen innerhalb ihres Arbeitskontextes starke Verletzungen, hohes Stresslevel, Traumatisierungen zu erkennen und ressourcenorientiert und professionell mit dem Thema umzugehen. Die TN lernen, gezielt entsprechende Methoden in ihren Begegnungen mit den KlientenInnen einzusetzen: Körperorientierte Therapeuten können sich spezielle Gesprächsmodelle und traumatherapeutische Methoden zueigen machen, Gesprächstherapeuten machen sich mit dem Körpererleben ihres Klientels vertraut und lernen, spezielle körpertherapeutische Mittel einzusetzen.

Da ein Trauma immer sowohl ein körperliches als auch ein psychisches Geschehen darstellt, ist es unerlässlich, ganzheitlich beide Ebenen in der Therapie zu berücksichtigen. In dieser Fortbildung werden die TN mit allen Ebenen vertraut gemacht und an gezielt eingesetzte therapeutische Interventionen (Thema:“wann wird stabilisiert, wann prozessiert und konfrontiert?“) herangeführt. Sie können so ihre Sicherheit und Handlungsfähigkeit im Umgang mit traumatisierten Menschen erhöhen.

Zeiten: 6 x 3 Tage (je Do.-Sa., 10 – 18 Uhr)

1. Modul: 2018: 12.-14. Juli
2. Modul: 2018: 13.-15. September
3. Modul: 2018: 25.-27. Oktober
4. Modul: 2018: 15.-17. November
5. Modul: 2018: 06.-08. Dezember
6. Modul: 2019: 17.-19. Januar

Abschlusstag: 19.Januar 2019

Trainerin:
Andrea Höppner, Heilpraktikerin für Psychotherapie, EMDR-Trainerin, Traumatherapeutin, Gestalttherapeutin, EMDR-Therapeutin, Tanztherapeutin, Physiotherapeutin, seit 25 Jahren in eigener Praxis tätig; Ausbildungen in EMDR, Traumatherapie, Ortho-Bionomy (spezielle Form der Osteopathie), Seminarleiterin Autogenes Training;

CO-Trainer: Peter Gerecke, Diplom-Sozialpädagoge, NLP-Lehrtrainer,  HP-Psychotherapie, Traumatherapeut, EMDR-Trainer, EMDR-Therapeut, Lehrcoach;

und Gastdozenten zu speziellen Themen.

Zertifizierung:
Mit Abschluss  der  Seminartage und  einer Prüfung des therapeutischen Vorgehens und Wissens bei Traumabehandlungen
erhalten die TeilnehmerInnen den Titel:
Traumatherapeut / Traumatherapeutin
Anerkannt durch die Europäische Gesellschaft für Traumatherapie und EMDR e.V.
www.traumatherapie-emdr.eu
Unsere TeilnehmerInnen können Mitglied der Gesellschaft werden, sich als Mitglied mit Logo öffentlich ausweisen
und sich in der Therapeutenliste führen lassen.

Auf Wunsch eine internationale Zertifizierung als:
Therapist for Psychic Trauma and Mental Health (TTMH-Education) durch Dr. Christina Hall.
Für diese Zertifizierung fallen einmalig Zertifizierungsgebühren in Höhe von 50,-€ an.

Für TeilnehmerInnen mit pädagogischer, sozialpädagogischer und erzieherischer Ausbildung, kann die Zusatzqualifikation:
Traumapädagoge/Traumapädagogin
oder über Frau Dr. Hall:
Pädagog-Trauma-Therapist erworben werden

Ausbildungsgebühren:   € 1950,00
Förderung bis 500,-€  über Bildungsprämie möglich

Bei Zahlung in sechs Raten: € 1950,00 ( 6 x 325,00 €)

  1. Rate bei Anmeldung
  2. Rate: 12.09.18
  3. Rate: 24.10.18
  4. Rate: 14.11.18
  5. Rate: 07.12.18
  6. Rate: 16.01.19

Die Anmeldung wird gültig mit Übersendung des Anmeldeformulars.
Rückrtitt:
– bis 01.Juni 2018 wird eine Bearbeitungsgebühr von 25,-€ fällig.
– Bei Rücktritt nach dem 01.Juni 2018 wird die gesamte Seminargebühr fällig.

Anmeldung: ab 23.Oktober 2017

Info unter Kontakte
oder
andrea.hoeppner(at)web.de